WebCheck
Der Check ruft Ihre Startseite genauso ab, wie es ein Besucher tut, und wertet anschließend zwei Dinge aus: den ausgelieferten Quelltext und die Antwort Ihres Servers. Zusätzlich läuft eine Messung in einem echten Browser. Daraus entstehen fünf Bewertungen und ein verständlicher Bericht.
Barrierefreiheit
Ob Menschen mit Einschränkungen Ihre Seite bedienen können – und ob Suchmaschinen und KI-Assistenten sie verstehen. Beides hängt an denselben Dingen.
1. Ist die Seitensprache ausgezeichnet, damit Vorleseprogramme richtig aussprechen?
2. Haben Bilder Alternativtexte – und ist bei dekorativen Bildern korrekt vermerkt, dass sie übersprungen werden dürfen?
3. Sind Formularfelder mit ihrer Beschriftung verknüpft, oder steht der Text nur als Platzhalter im Feld?
4. Haben Schaltflächen und Icon-Links einen erkennbaren Namen, oder meldet der Screenreader nur „Link"?
5. Ist die Überschriftenstruktur schlüssig, oder werden Ebenen übersprungen?
6. Sind Navigation, Hauptinhalt und Fußbereich als solche gekennzeichnet?
7. Gibt es einen Sprunglink, damit Tastaturnutzer nicht auf jeder Seite durch das ganze Menü müssen?
8. Lässt sich die Seite auf dem Handy vergrößern, oder ist Zoom gesperrt?
9. Werden IDs mehrfach vergeben und dadurch Beschriftungen falsch zugeordnet?
10. Reißt ein positiver tabindex die Tastaturreihenfolge auseinander?
11. Haben eingebettete Rahmen einen Titel?
12. Starten Videos oder Ton automatisch und überlagern die Sprachausgabe?
12. Haben Datentabellen Kopfzellen?
Dazu kommt eine Prüfung im echten Browser mit derselben Technik, die auch Google verwendet – sie erfasst unter anderem Farbkontraste und ausgewertete ARIA-Angaben, die sich im reinen Quelltext nicht beurteilen lassen.
Recht und Datenschutz
Der Bereich, den technische Werkzeuge sonst gar nicht abdecken.
1. Ist ein Impressum von der geprüften Seite aus erreichbar?
2. Gibt es eine verlinkte Datenschutzerklärung?
3. Ist eine Erklärung zur Barrierefreiheit vorhanden?
4. Werden Schriften von Google-Servern nachgeladen und dabei ungefragt die IP-Adresse Ihrer Besucher übertragen?
5. Sind Analyse- oder Marketingdienste eingebunden – und ist eine Einwilligungslösung erkennbar?
6. Laden eingebettete Inhalte wie YouTube oder Karten sofort beim Seitenaufruf, statt erst nach Zustimmung?
7. Bietet die Seite eine Online-Buchung oder -Bestellung an? Dann kann das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greifen – abhängig von Unternehmensgröße und Zielgruppe.
Der letzte Punkt ist ein Hinweis, keine Feststellung. Ob das Gesetz für Sie gilt, ist eine Rechtsfrage, und die beantwortet kein Prüfwerkzeug.
Technische Sicherheit
Diese Prüfung schaut überhaupt nicht auf Ihre Seiteninhalte, sondern nur auf die unsichtbaren Anweisungen, die Ihr Server mitliefert.
1. Läuft die Seite verschlüsselt, und wird die unverschlüsselte Adresse umgeleitet?
2. Wann läuft Ihr SSL-Zertifikat ab? Läuft es aus, sehen Besucher statt Ihrer Seite eine ganzseitige Sicherheitswarnung.
3. Wird der Browser angewiesen, die Seite künftig nur noch verschlüsselt aufzurufen?
4. Gibt es eine Richtlinie, die festlegt, welcher Code auf Ihrer Seite überhaupt ausgeführt werden darf?
5. Lässt sich Ihre Seite in eine fremde Website einbetten und für Klickfallen missbrauchen?
6. Verrät der Server seine Softwareversionen an Angreifer, die gezielt danach suchen?
7. Werden beim Klick auf externe Links vollständige Adressen Ihrer Unterseiten weitergegeben?
Auffindbarkeit
1. Sind Seitentitel und Beschreibung vorhanden und in der Länge sinnvoll?
2. Ist eine kanonische Adresse gesetzt, oder macht sich die Seite unter mehreren Adressen selbst Konkurrenz?
3. Gibt es Vorschauangaben für das Teilen in sozialen Netzwerken und Messengern?
4. Sind strukturierte Daten hinterlegt, aus denen Google Adresse, Öffnungszeiten und Leistungen erkennen kann?
5. Existieren robots.txt und Sitemap – und sperrt die robots.txt womöglich versehentlich die ganze Seite aus?
Ladeverhalten
1. Wie lange dauert es, bis der Server antwortet?
2. Haben Bilder Größenangaben, damit das Layout beim Laden nicht springt?
3. Werden Bilder erst geladen, wenn sie gebraucht werden?
4. Liegen sie in zeitgemäßen Formaten vor?
5. Wie groß ist das Dokument selbst?
Dazu die tatsächlich gemessenen Ladezeiten aus einem echten Browser – jeweils mit Erklärung, was der Wert bedeutet und ab wann er als gut gilt.
Warum nicht einfach Google PageSpeed?
Die Messung im echten Browser stammt tatsächlich von Google. Für Ladezeiten und für alles, was sich erst im gerenderten Zustand beurteilen lässt – etwa Farbkontraste –, gibt es nichts Besseres, und es wäre unseriös, dafür etwas Eigenes zu erfinden. Der Unterschied liegt woanders. Google PageSpeed beantwortet die Frage: Wie schnell und wie technisch sauber ist diese Seite?
Was dieser Check zusätzlich leistet:
Die rechtliche Seite.
Impressum, Datenschutzerklärung, Erklärung zur Barrierefreiheit, extern geladene Schriften, Tracking ohne Einwilligung – für Google ist das kein Thema, und das ist nachvollziehbar: Ein amerikanisches Werkzeug prüft nicht das deutsche Digitale-Dienste-Gesetz. Genau hier entstehen aber die Probleme, die tatsächlich Geld kosten.
Die Serverseite im Zusammenhang.
Verschlüsselung, Zertifikatslaufzeit, Schutzeinstellungen – geprüft als ein Bild statt als verstreute Einzelhinweise.
Verständliche Sprache.
PageSpeed spricht mit Entwicklern. Sie bekommen einen Bericht, den Sie ohne Übersetzung lesen können – und zu jedem Punkt auf Wunsch eine Erklärung, was technisch dahintersteckt. Die können Sie an Ihren Dienstleister weitergeben.
Einen Bericht, der bleibt.
Unter einer eigenen Adresse abrufbar, ausdruckbar, weitergebbar.
Und was er ehrlicherweise nicht leistet:
Automatische Prüfungen erfassen etwa 30 bis 40 Prozent der Kriterien für Barrierefreiheit – die maschinell erkennbaren. Ob ein Alternativtext das Bild wirklich beschreibt, ob sich Ihr Terminformular per Tastatur sinnvoll ausfüllen lässt, ob Ihre Texte verständlich sind: Das kann nur ein Mensch beurteilen.
Der Bericht ist eine Standortbestimmung, kein Nachweis. Wer Ihnen ein automatisch erzeugtes Gütesiegel verkauft, verkauft Ihnen etwas, das es nicht gibt.